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Über den Australian Shepherd

unsere Bande

unsere Bande

Aus meiner langjährigen Erfahrung in der Hundeausbildung kann ich nur bestätigen, dass der Australian Shepherd ein besonders starkes Band zwischen sich und seinem Hundeführer entwickelt.  Obwohl ich es bei  allen Hunden, die ich bisher hatte stets geschafft habe eine starke Bindung zwischen mir und meinem Hund aufzubauen, hat es mich verblüfft wie unglaublich bereit der Australian Shepherd für eine Zusammenarbeit ist. Unsere Hunde brauchen nie eine Motivation, im Gegenteil muss ich ihnen nur sagen wann es genug ist.  Sie versuchen in meinem Gesicht zu lesen. Das hat mich anfangs sogar irritiert, denn ich rechnete glatt damit, dass sie mir sagen was ich falsch mache....


Der Aussie wurde gezüchtet um am Vieh zu arbeiten, seinem Farmer damit eine teure Arbeitskraft zu ersparen, aber auch um Hof und Kinder zu beschützen. Im Haus folgt er seinem Menschen auf Schritt und Tritt, von einem Raum in den nächsten.

 

Ein gesundes Misstrauen fremden Menschen gegenüber zeigt er. Was aber nach ausgiebiger Beobachtung dann meist abgelegt wird.

Der "Aussie" (wie er liebevoll genannt wird) braucht seine Aufgabe. Ist er unterfordert , oder sogar weggesperrt wird er aggressiv .

Aussies zeigen einen unbedingten Willen ihrer Bezugsperson zu gefallen, für sie zu arbeiten, da zu sein. 

Bevor Sie sich also für diese wundervolle Hunde-Rasse entscheiden, informieren Sie sich  bitte gründlich und überlegen Sie genau, ob der Aussie der richtige Hund für Sie ist.

unser Banner zum Herunterladen

 

Unsere Aussies

Verkörpern noch den ursprünglichen Australian Shepherd. Ihr Fell ist moderat und pflegeleicht  (kein Farmer hat Zeit seine Hunde täglich zu bürsten). Ihre  Knochen sind stabil, aber nicht zu schwer , denn Hütehunde müssen flink und wendig sein. Raven hat sogar noch die Stehohren, die in den ganz alten Hütelinien oft vertreten waren, heute aber im Rassestandard nicht mehr erwünscht sind. Bei keinem unserer Hunde wurden die Ohren geklebt. Sie dürfen fallen wie sie wollen. 

Unsere Hunde begleiten uns rund um die Uhr. Sind in erster Linie Familienmitglieder, zum Schutz von, Haus und Hof.

Beim einpferchen unserer Enten und Hühner helfen unsere Hunde gerne und das sehr gefühlvoll und trotzdem energisch, wenn nötig.

Unsere eine Ente "Waldtraut" lässt sich nämlich manchmal nicht leicht hüten. Sie ist eine Handaufzucht und der Meinung, dass sie auch ein Hund ist. Sie geht übrigens mit Freude durch den Tunnel beim Agility, und hat vor kurzem unseren Gasthund verprügelt.

Die Enten haben wir uns für unsere Aussies angeschafft, um deren Hütetrieb wach zu halten. 

 

Trickdogs, Agility, Obedience (Unterordnung), Fährtenarbeit , Arbeit am Vieh, Beschützer der Familie und des Hauses - der Australian Shepherd ist einfach der Champion der Vielseitigkeit!

 

Der Hütetrieb

Hütehunde jagen nicht? Hm.......der Hütetrieb ist der Jagdtrieb !

Der gut ausgebildete Hütehund wartet auf die Erlaubnis das Vieh herantreiben zu dürfen. Darf er es nicht, dann macht er es nicht. Und das macht den Aussie zu einem so guten Begleiter.

Der Hütehund will zum Vieh. Ohne Ausbildung weiß er aber nicht so recht wie er das machen soll und treibt die Herde oder das einzelne Tier (oder unter Umständen rennende Kinder). Hier muss die Ausbildung/Unterordnung sehr früh beginnen, damit keine Probleme auftreten und man als Halter den Hund kontrollieren kann.

 Im Wolfsrudel bei der Jagd hat jedes Mitglied seine spezielle Aufgabe. So lösen sich bei der Hatz ein oder zwei Wölfe von ihrem Rudel, umlaufen die Beute und treiben diese dem Rudel zu, damit diese dann von den anderen Rudelmitgliedern getötet wird. Der Hütehund hat den finalen Tötungsbiss nicht.

 So können wir bei den Hütehunden individuelle Vorlieben beim Treiben beobachten.

Wir unterscheiden den HEADER (beißt in den Kopf), den HEELER (beißt in die Fersen), oder manche Hütehunde beißen dem Vieh in die Seite um es zu lenken.

 Bei der Zucht und Ausbildung von Arbeitshunden wird peinlich genau darauf geachtet, dass der Hund "trocken" (unblutig) beißt, das Vieh nicht verletzt, was ein korrektes Scherengebiss voraussetzt. 

Auch darf das Nutzvieh nicht unnütz getrieben werden, dies würde ja einen Fettverlust = Gewichtsverlust,  und somit wirtschaftliche Einbuße zur Folge haben.

 Ein Hütehund wird immer ein Auge für das Vieh haben. Also ist es nicht ohne Risiko, wenn solch ein Hund in unerfahrene Hände gelangt.

 Hütehunde arbeiten mitunter in großen Entfernungen zu ihrem Hundeführer, und müssen dennoch lenkbar sein. Sie sind in der Lage  selbstständig zu entscheiden. Muss das Schaf, oder der Bulle energischer getrieben, oder darf die Ente die sich im Gebüsch verhakt hat nicht weiter bedrängt werden?  

Das alles setzt eine hohe Intelligenz und Eigenständigkeit des Hütehundes voraus.

Die Schmerzschwelle ist höher als bei den meisten anderen Hunden. Zeigt der Aussie Unwohlsein oder Schmerzen, dann ist es ernst und man sollte nicht mehr länger warten und sich fachkundigen Rat holen.

In der Ausbildung des Hütehundes ist die Unterordnung unglaublich wichtig. Falls der Hund doch irgendwann durchstartet, müssen wir in der Lage sein ihn zu stoppen.

Ich hatte noch nie so viel Spaß einen Hund auszubilden , wie bei unserer Raven und jetzt auch bei ihren Söhnen.

 Stundenlanges Bei-Fuß-Gehen ist für einen Hütehund unlogisch. Ist der Aussie angeleint muss man sich damit anfreunden, dass er auch dann immer bestrebt ist seine Herde abzulaufen. Dem Aussie mit Hütetrieb ist es gegeben  die Balance der Herde  aufzunehmen - sozusagen mit zuschwingen in deren Bewegung., in gewissem Abstand zu derselben. Das stellt sich in der Praxis mit angeleinten Aussies manchmal schwierig dar, vor allem wenn man mehr als einen Hund mit sich führt. Mit dem dauernden Handwechsel an der Leine muss man sich einfach abfinden. Es liegt den Aussies im Blut, vor allem wenn sie aus Arbeitslinien gezogen wurden .
Australian Shepherd erzieht man leichter ohne Leine. Als Kompromiss zur Sicherheit des Hundes ist eine Longe von mindestens 8 Metern eine gute Alternative.

 Auch die Eigenart einiger Aussies manchmal ihren Kopf wegzuziehen, wenn man sie unvorbereitet  streicheln oder berühren will, ist eine ganz typische Reaktion der Hütehunde.  Es hat nichts mit der sogenannten "Kopfscheue" zu tun die ein Hund erwirbt wenn man ihn mit der Hand geschlagen hat, und er deswegen Angst vor der Hand hat. Das ist einzig und allein eine lebensnotwendige Reaktion. Sicherlich nicht bewusst hineingezüchtet, aber logischerweise konnten nur Hunde mit dieser Gabe zur Zucht verwendet werden, weil nur diese den Tritten der Schafe und Kühe ausweichen konnten, und so überlebten.


Schlau wie der Aussie ist weiß er aber ganz genau was auf dem Hundeplatz bei der Unterordnung von ihm verlangt wird. Das fasziniert mich immer wieder. Freudig wird der Hütehund mit uns trainieren, aber alles in Maßen, sonst verliert er die Lust an der Arbeit. Ich formuliere das so: "Der Aussie braucht Luft", denn er reagiert auf Druck immer mit Gegendruck oder sogar mit Arbeitsverweigerung.


Man ist schlecht beraten, bei einem Ausbilder oder einer Hundeschule, die von Hütehunden keine Ahnung haben.

 

 JOE

Meine ganz persönliche Meinung deshalb hier:

Die Schutzhunde-Ausbildung ist für einen Hütehund ungeeignet

 Der Schutztrieb ist der Trieb, den ein Hund als spätesten seiner Triebe entwickelt. So ungefähr um den 24. Lebensmonat herum. Der Hütehund wird nicht generell jeden fremden Menschen als Eindringling abwehren. Eher wird der Aussie freundlich neben diesem Fremden bleiben, ihn zu uns begleiten - so nach dem Motto "schau mal wen ich da gefunden habe, der war ganz allein und ohne Herde"

Der Hütehund ist aber fähig selbstständig zu entscheiden, ob dieser Fremde dann doch eine Gefahr darstellt.

Unsere Hunde würden zum Beispiel niemals einen Fremden auf unser Grundstück lassen, wenn dieser sein Gesicht nicht zeigen würde (Motorradhelm o.ä.), oder wenn derjenige seine Hände hinter dem Rücken halten, oder eine unentspannte Körperhaltung hätte.

Dann bekommt man schnell als Halter Probleme, wenn der Aussie nicht gut in der Unterordnung steht und seinem Instinkt folgt nun seine Familie und Herde verteidigen zu müssen.

Das sind eben die Triebe (Instinkte) unserer Hunde, die wir uns schon seit Jahrtausenden zu Nutze machen.

Wenn es im Himmel keine Hunde gibt, gehe ich dort auch nicht hin

(Pam Brown Australische Schriftstellerin)
 

 

Aussies lieben ihren Menschen

 

ihr "will to please" ist einzigartig

 

sind schnell

 

verspielt

 

athletisch

 

auch wenn hier ein anderer Eindruck entsteht, haben unsere Aussies den "Ausknopf"

 

 

Unser Nebenjob

Ganz typisch für Poka, immer wieder den Blickkontakt zu mir suchen

Modehund Aussie

Leider ist der Australian Shepherd "in Mode gekommen". Das hat bisher noch keiner Hunderasse gut getan. Sein freundliches ausgeglichenes Wesen und seine Schönheit verleiten Hundeliebhaber leicht dazu sich für solch einen Hund zu entscheiden.

 Aber wie schon anfangs erwähnt, braucht der Aussie eine Aufgabe, Bewegung, Sozialkontakt und Kopfarbeit.

Der Aussie ist kein Hund für Anfänger. Was nicht heißen soll, dass ein Aussie kein Ersthund sein darf. Man muss sich nur fachkundigen Rat einholen bei seiner Ausbildung.

Aussies lieben  Kinder, Hunde und sämtliches andere Getier. Es drängt sie dort hin. Durchaus kann es passieren, dass der Junghund-Aussie uns aus dem Halsband schlüpft und herumspringenden Kindern in die Hacken zwickt, weil er sie zusammen treiben will, versucht sie in Bewegung setzen, oder deren Bewegungen zu stoppen.

Hier folgt er seinem Instinkt, den wir ihm durch Selektion seiner Vorfahren angezüchtet haben.

Vielleicht die Kinder vor lauter Freude auch nur anspringt und mit ihnen spielen möchte. Das kann dann schnell falsch verstanden werden.

Oder lautstark seinem Willen Ausdruck verleiht, jetzt unbedingt mit dem Hund auf der anderen Straßenseite spielen zu wollen. Mit einer guten Ausbildung und zunehmender Selbstsicherheit unseres Aussies, werden wir das alles in den Griff bekommen. Je nachdem wie stark der Trieb bei dem jeweiligen Aussie angelegt ist, dauert die Ausbildung unterschiedlich lange.

Aussies leben übrigens sehr gerne mit noch anderen Hunden zusammen.

Ich habe hier wirklich nicht vor von der Haltung eines Aussies abzuraten. Aber ich bin wütend darüber , wenn ich manche Züchter höre die uns vermitteln wollen, der Aussie wäre ein Hund den man sich einfach so anschaffen könnte und dann hätte man von ganz alleine den schönsten, besten , klügsten , nicht jagenden, Kinder liebenden Familienhund, oder Reitbegleidhund.

 

Der Aussie hat das Potential , das stimmt auf jeden Fall. Aber wir müssen dieses in die richtigen Bahnen lenken. Dann und nur dann haben wir den besten Hund der Welt!

Informieren Sie sich über diese Rasse! Und fragen Sie den seriösen Züchter. Kaufen Sie nicht aus einer Laune heraus , oder aus Mitleid.  Züchter , denen diese wundervolle Rasse am Herzen liegt,  möchten gefragt werden und stellen Ihnen Fragen.

 

Wenn wir den Ursprung der Australian Shepherd Zucht aus dem Auge verlieren, dann ist der Aussie nicht mehr der Aussie.

Der Australian Shepherd ist kein Border Collie. Auch wenn man diese beiden Rassen manchmal leicht von ihrem Erscheinungsbild her verwechseln kann.

Der Australian Shepherd geht notfalls ran ans Vieh. Zeigt nicht erst lange Auge, hat doch in brenzligen Situationen gar keine Zeit um auf Kommandos zu warten, denn es geht mitunter um sein Leben (zum Beispiel wenn er an Bullen oder Mutterkühen arbeiten soll). Er ist in der Lage selbstständig zu entscheiden . Es wäre sicher interessant zu erfahren wie oft ein Arbeitsaussie seinem Farmer schon das Leben gerettet hat.

Er arbeitet gerne, egal was man von ihm verlangt. Aussies werden aber immer ihren Kopf gebrauchen, und manchmal probieren sie es aus eine Aufgabe auch auf eine andere Weise zu lösen , als sie es schon oft getan haben, und man ihnen das als "Rudelführer" beigebracht hat. Der Aussie bietet uns quasi seine Ideen an.  Diese Fähigkeit ist in meinen Augen "überhündisch". Wenn man mit seinem Aussie arbeitet, muss man stets 100% tig bei der Sache sein. Denn hat man nicht sofort die vielleicht unerwünschte Änderung in der Arbeitsweise seines Aussies erkannt, und sofort korrigiert,  dann hat man es nicht einfach dieses wieder rückgängig zu machen.

Wenn jemand das nicht verinnerlicht hat, ist er als Halter oder Ausbilder dieser Rasse ungeeignet. Blinden Gehorsam kann man von einem Aussie nicht verlangen, und man wird es mit keiner Trainingsmethode der Welt in diese so faszinierenden Rasse hineinkommen.Diese Hunde wurden lange Zeit nur nach ihren besonderen Fähigkeiten bei der Arbeit am Vieh gezüchtet, das Aussehen war lange Zeit zweitrangig.

Aus diesem Grund ist es sehr wichtig für uns Halter eines Aussies stets die Alphaposition im Rudel zu haben. Diese Position erringen wir beim Aussie nie mit Brutalität, sondern mit Konsequenz und Gerechtigkeit , ruhiges sicheres Auftreten und

GEDULD

Allen (naja Ausnahmen gibt es immer) Hütehunden egal ob Australian Shepherd, Border Collie, Harzer Fuchs, egal wie sie heißen ist eines Gemein. Sie stoppen Bewegungen, treiben Herden zusammen. Dafür sind sie seit langer Zeit gezüchtet.

Das muss man einfach bei der täglichen Arbeit mit diesen Hunden einkalkulieren.

Sitzt man mit seinem Hütehund am Straßenrand und alle Autos fahren 100km/h. Und dann kommt eines mit 110km/h. ........

Dieses Auto wird sofort von unserem Hütehund fokusiert. Wer da seinen Hund nicht im Griff hat.......ich glaube ich muss die Konsequenz hier nicht weiter ausmalen.

Ich zitiere an dieser Stelle hier Becky Beckham (Rising Sun Farm USA), die Züchterin von unserer Raven. Sie beschrieb einmal einen ihrer Hunde "Cash" : "He think, that he can stop a train"

Ich übersetze " Er glaubt, dass er einen Zug stoppen kann"

 

Und nun frage ich mich allen Ernstes, wie kann sich ein Besitzer eines Hütehundes fragen, warum der Hund versucht spielende Kinder zusammen zu treiben und ihnen dann auch noch manchmal in die Hacken zwickt?

Das darf der Hund natürlich nicht! Aber das müssen wir ihm erst beibringen, denn seine Gene sagen ihm, dass er genau das tun muss.

 

Und wie kriegen wir das hin? Mit Konsequenz, Desensibilisierung (was bedeutet, dass wir den Hund immer solche Situationen anbieten) und

GEDULD